Irina

Alter: 38 Jahre
Haarfarbe: Hell-Blond
Augenfarbe: Braun
Sternzeichen: Löwe

Christian, mein Mentor, hat mich zu den White Takern gebracht. Vor 20 Jahren übernahm ich die Organisation, als er von den Dark Takern getötet wurde. Seit jeher versuche ich die Menschen zu beschützen und andere Taker in unsere Gruppe aufzunehmen. Doch am meisten wünsche ich mir endlich jemanden zu finden, der nicht nur die dunkle Gabe hat. Alex könnte unsere Rettung sein.

***** Leseprobe aus dem Roman *****

Irgendwann klopfte es an der Tür. Zunächst ignorierte ich es und stellte mich schlafend. Doch dann hörte ich Irinas sanfte Stimme meinen Namen sagen. Ich wollte niemanden sehen und schon gar nicht mit jemandem reden. Aber sie ließ nicht locker. Seufzend setzte ich mich auf und murmelte etwas von „Komm rein“. Die Tür wurde geöffnet und Irinas Gesicht erschien im Türrahmen. Sie wirkte erschöpft und müde.

„Hey“, sagte sie leise und kam herein.

Sie setzte sich neben mich. Direkten Augenkontakt wollte ich vermeiden, ich hatte Angst erneut zu weinen.

„Alex, du darfst dich wegen heute Nacht nicht schuldig fühlen. Selbst wenn du das Ziel warst, so ist es nicht deine Schuld, dass Leonie weg ist.“

Schweigend hörte ich einfach nur zu und starrte an die Wand.

„Die Dark Taker haben sich in den letzten Jahren verändert. Das ist für uns alle neu. Michael und ich haben sie unterschätzt. Wenn einer Schuld hat, dann wir, weil wir nicht vorgesorgt haben. Aber selbst dann kann immer so etwas passieren.“

Zwar konnte ich ihren Gedanken folgen, war mir aber nicht sicher, ob ich dem zustimmte.

„Ihr habt mich hierher geholt - aufgrund einer Annahme, die sich nicht bewahrheitet. Ich kann nicht heilen, konnte es noch nie. Das mit dem Hund war purer Zufall.“

„Leonie war sich sicher, und die Anzeichen stimmten. Wir vertrauen ihrem Talent. Du vertraust aber nicht deinem. Aber wie auch. Du bist noch viel zu kurz dabei. Du brauchst Zeit. Wer weiß, wie lange es dauern könnte, bis du wieder so einen Moment erwischt, in dem du weißt, was zu tun ist.“

„Zeit, die wir aber nicht haben. Ich bin keine Hilfe für euch, und ich habe keine Lust, hier rumzuhängen und tagein, tagaus kämpfen zu üben und eine Gefangene zu sein. Das ist nicht das, was ich von meinem Leben erwartet habe.“

Mein Ton klang verbittert und säuerlich. Vielleicht ließ ich meinen Frust an der falschen Person aus, aber schließlich wollte Irina ja mit mir sprechen, nicht umgekehrt.

„Wir brauchen dich. Leonie braucht dich. Nimm dir heute eine Auszeit, damit du zur Ruhe kommen kannst. Aber dann musst du erst mal deinen Frust beiseite schieben. Du bist es, vor dem die Dark Taker Angst haben. Wenn du dein Potenzial erreichst, wer weiß, wozu du fähig sein wirst.“

Sie wollte meinem Selbstbewusstsein gut zureden, aber es schien nicht so recht zu gelingen. Irina sah ein, dass momentan nicht der beste Zeitpunkt war, an meine Vernunft zu appellieren.

„Ich lass dir das Essen auf dein Zimmer bringen, wenn du möchtest. Wenn du uns brauchst, gib Bescheid.“